Letzte Ruhestätte in Scheppau

Am 10. April 1945 fand die Räumung des Lagers statt. Der mehrtägige Transport erfolgte ab Bahnhof Schandelah über Magdeburg, Stendal und Wittenberge ins Auffanglager Wöbbelin bei Ludwigslust. Dort wurden die Überlebenden am 2. Mai 1945 von amerikanischen Soldaten befreit.
Bis 1946 waren die Toten auf dem ersten Lagerfriedhof am nördlichen Rand des Lagers begraben. Auf Anordnung der britischen Militärbehörde wurden sie exhumiert und in einem neuen Gräberfeld (bis 1954) in unmittelbarer Nähe bestattet.
Seit 1954 haben 97 Tote, teilweise sind ihre Namen nicht bekannt, ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof in Scheppau gefunden.
Am 2. Januar 1947 begann in Braunschweig vor dem britischen Militärgericht der Schandelaher Kriegsverbrecher-Prozess. Angeklagt waren drei leitende Mitarbeiter der Firma Steinöl und sechs Männer des KZ-Wachpersonals. Vier von ihnen (Friedrich Ebsen, Arthur Große, Karl Truschel und Johann Heitz) wurden am 2. Mai 1947 im Hamelner Gefängnis hingerichtet.
Die Todesstrafe gegen den Leiter des Lagers und Chef der Firma Steinöl, Prof. Solms Wilhelm Wittig, wurde später in eine Gefängnisstrafe umgewandelt, sodass er nach sieben Jahren wieder auf freien Fuß kam.
Ehemalige Abbaufläche für Ölschiefer. Foto: Dr. Diethelm Krause-Hotopp.
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