Kommunale Wärmeplanung: Workshop liefert wichtige Erkenntnisse

Die Gemeinde Cremlingen arbeitet weiter intensiv an einer klimafreundlichen und zukunftssicheren Wärmeversorgung. Gemeinsam mit dem Planungsbüro Green Planet Energy eG, das die Kommune im gesamten Prozess der kommunalen Wärmeplanung fachlich begleitet, wurde ein halbtägiger Workshop durchgeführt.
In diesem Workshop kamen Vertreter:innen der Verwaltung, regionale Energieakteure, die Wohnungswirtschaft, weitere Fachleute und Bürger:innen zusammen, um zentrale Bausteine der kommunalen Wärmeplanung zu diskutieren. Im Fokus standen sowohl potenzielle Wärmenetz‑Eignungsgebiete als auch die zahlreichen Bereiche, in denen eine zukünftige Einzelversorgung voraussichtlich die tragende Rolle spielen wird.
Die mit der kommunalen Wärmeplanung betrauten Projektingenieur:innen von Green Planet Energy, Alexandra von Bredow und Björn Nembach, ziehen ein positives Fazit: „Der Workshop war ein rundum gelungener Austausch, der zeigt, wie viel Potenzial in einer guten Kombination aus Daten, Expertise und lokalem Wissen steckt.“ In den letzten Monaten wurden umfangreiche Daten erhoben, auf deren Grundlage ein digitaler Zwilling der Gemeinde Cremlingen aufgebaut werden konnte. Dieses datenschutzkonforme digitale Modell bildet die relevanten energiebezogenen Strukturen der Gemeinde ab – darunter Wärmebedarfe, Gebäudetypen, Energieinfrastrukturen und potenzielle erneuerbare Ressourcen.
Im Workshop ging es insbesondere darum, die planerischen Ergebnisse durch die Erfahrungswerte der Teilnehmenden zu präzisieren und um das lokale Wissen der Teilnehmenden zu ergänzen.
Zentrale Erkenntnisse aus dem Workshop
• Der Digitale Zwilling bietet hohen Mehrwert: Die umfangreiche Datenerhebung hat zu einem sehr belastbaren Modell geführt, das bereits jetzt zeigt, dass die Wärmeplanung für Cremlingen ein praxisnahes und direkt nutzbares Arbeitsinstrument wird.
• Zielszenarien wurden bestätigt, aber durch lokale Expertise verfeinert: Die fachlich berechneten Szenarien wurden überwiegend bestätigt. Durch die detaillierten Rückmeldungen der Teilnehmenden konnten jedoch wichtige Hinweise gesammelt werden, welche Gebiete nochmals vertieft untersucht werden sollten und welche spezifischen Rahmenbedingungen in Cremlingen besonders relevant sind.
• Einzelversorgung dominiert im ländlichen Raum: Wie in vielen ländlichen Kommunen ist auch in Cremlingen davon auszugehen, dass Wärmenetze nur punktuell realisierbar sind. Daher bleibt die Einzelversorgung ein zentrales Element der zukünftigen Wärmestrategie. Die Kommune wird sich damit intensiv beschäftigen, welche Maßnahmen Bürger:innen beim Umstieg auf klimafreundliche Technologien unterstützen können.
• Hohe Motivation und starkes lokales Engagement: Die Diskussionen im Workshop zeigten deutlich: In Cremlingen ist bereits viel angestoßen worden, und die Teilnehmenden sind hoch motiviert, die nächsten Schritte aktiv mitzugestalten.
Die Ergebnisse des Workshops fließen nun in die weitere Ausarbeitung des Wärmeplans ein. In den kommenden Monaten werden die Zwischenergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse veröffentlicht und das Zielszenario sowie die Maßnahmen auf Grundlage des Workshops final ausgearbeitet.
Hintergrund
Die kommunale Wärmeplanung erfolgt in mehreren Phasen: Nach der Bestands- und Potenzialanalyse folgt die Identifikation möglicher Eignungsgebiete sowie die Bewertung lokaler Rahmenbedingungen. Der aktuelle Workshop bildet eine entscheidende Weichenstellung für die zukünftige Wärmeversorgung der Gemeinde. Im nächsten Schritt wird eine mögliche Umsetzungsstrategie entwickelt.
Ziel ist es, langfristig klimafreundliche, wirtschaftlich tragfähige und sozial ausgewogene Lösungen für die Wärmeversorgung in Cremlingen zu erarbeiten und umzusetzen.
Die Kommunale Wärmeplanung wird voraussichtlich Mitte 2026 abgeschlossen sein. Bei Fragen steht das Team der Gemeinde Cremlingen gerne unter
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