Erneut „Grüne Karte“ für den Geopark

Der UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen bleibt auch in den kommenden vier Jahren Teil des internationalen Netzwerks der UNESCO-Geoparks. Im Rahmen der turnusmäßigen Revalidierung erhielt der Geopark erneut die begehrte „Grüne Karte“ und damit die Bestätigung seiner erfolgreichen Arbeit in den Bereichen Bildung, nachhaltige Entwicklung und Schutz des geologischen Erbes.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Cremlingen ist der Geopunkt Jurameer Schandelah Teil des Geoparks. „Vor der Validierung haben sich Schülerinnen und Schüler der Sandbachschule stark für den Geopunkt engagiert. Dafür sagen wir vonseiten der Gemeinde herzlichen Dank“, sagte Bürgermeister Detlef Kaatz. Am Geopunkt wird die heimische Lebenswelt aus der Zeit vor etwa 180 Millionen Jahren erforscht. Er hat, so Kaatz weiter, „eine große Bedeutung als Forschungsort, als außerschulischer Lernort sowie als Naturschutz- und Tourismusprojekt“, so Kaatz.
Mit einer Gesamtfläche von knapp 10.000 Quadratkilometern gilt der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen derzeit als flächengrößter UNESCO-Geopark Europas. Während der Bereisung wird die Qualität der Arbeit und Weiterentwicklung in den Bereichen Management, Infrastruktur, Bildungsarbeit, nachhaltige Entwicklung, Schutz des geologischen Erbes sowie internationale Zusammenarbeit geprüft.
Die Geopark-Inspektoren lassen sich von Dr. Ralf Kosma (rechts) Einzelheiten des Geopunkt Jurameer Schandelah erklären. Foto: Frank SchildenerIm Rahmen der Revalidierung bereisten zwei von der UNESCO beauftragten Inspektoren das Geopark-Gebiet für mehrere Tage: Sarina aus der Mongolei und Alberto Gil Toja aus Spanien. Sie verschafften sich vor Ort einen umfassenden Eindruck von den Projekten und Strukturen. Der daraus entstandene Evaluierungsbericht bildete eine wesentliche Grundlage für die erneute Vergabe der „Grünen Karte“.
Neben der Bestätigung der erfolgreichen Arbeit sprach die UNESCO auch Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Geoparks aus. Dazu zählen insbesondere die weitere Verbesserung der Sichtbarkeit des Geoparks durch zusätzliche Informationstafeln sowie englischer Übersetzungen, weitere Maßnahmen im Bereich Geotourismus und die Fortführung der Bildungsangebote bspw. durch neue Bildungskonzepte.
Die beiden Träger des Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen sind der Geopark-Trägerverein Braunschweiger Land – Ostfalen e. V. mit Sitz in Königslutter am Elm und der Harzverband e. V. mit Sitz in Quedlinburg. Beide Geschäftsstellen arbeiten eng miteinander und werden von einer gemeinsamen Lenkungsgruppe und einem gemeinsamen Beirat koordiniert. Der Geopark gehört zu den derzeit acht deutschen UNESCO Global Geoparks und ist Teil eines internationalen Netzwerks mit aktuell 229 UNESCO-Geoparks in 48 Ländern weltweit.
Die sogenannte Revalidierung findet bei allen UNESCO Global Geoparks im Vierjahresrhythmus statt. Dabei wird überprüft, ob die hohen Anforderungen der UNESCO weiterhin erfüllt werden und sich der Geopark inhaltlich und organisatorisch kontinuierlich weiterentwickelt. Für den Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen war es bereits die sechste erfolgreiche internationale Überprüfung seit der Aufnahme in das globale Netzwerk.
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