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Abbenrode

Heimesod-Quelle im Unterdorf Foto: Tanja Hirth
Pfarrkirche Peter und Paul Foto: Tanja Hirth
Pfarrhaus Foto: Tanja Hirth

Abbenrode ist ein kleines Dorf nordwestlich am Fuß des Elms, zwischen Cremlingen und Königslutter an der B1 gelegen. Die Gesamtfläche von Abbenrode beträgt 7,52 km², von denen etwa 4 km² landwirtschaftliche Nutzfläche sind.

 

Abbenrode wurde erstmals 1086 als Abbenrothe urkundlich benannt, wobei die Endung "...rode" auf eine planmäßige Rodung zur Bebauung und Landwirtschaft hinweist. Abbenrode wurde durch das Benediktinerkloster Ilsenburg am Harz gegründet. Dieses Kloster gehörte zum damaligen Bistum Halberstadt. Die ersten Gebäude entstanden vermutlich um die Heimesod-Quelle im Unterdorf.

 

Abbenrode lädt zu einem geschichtlichen Spaziergang ein. Der wunderschöne Ortskern lässt das mittelalterliche Leben erahnen. Die im 15. Jahrhundert, vermutlich von der Adelsfamilie von Veltheim aus Elmkalkstein erbaute Pfarrkirche Peter und Paul, wird von urtümlichen Fachwerkhäusern umrahmt. Das neben der Kirche erbaute Pfarrhaus der Familie Hertel gilt heute als eines der wertvollsten Fachwerkhäuser des Ortes. Das erste Pfarrhaus aus Lehm mit Strohdach wurde 1617 erbaut, wegen Baufälligkeit 1771 wieder abgebrochen und durch das jetzige Pfarrhaus aus Fachwerk ersetzt.

Rodeweg Foto: Tanja Hirth
Museum im Stall Foto: Tanja Hirth
Bockwindmühle Abbenrode Foto: Tanja Hirth

Die für eine Erweiterung der Viehställe nicht zur Verfügung stehenden Hofflächen, machten eine Aussiedlung von vier Betrieben aus dem Ortskern erforderlich. Ihre neuen Höfe entstanden als Grünlandbetriebe für Milchwirtschaft sternförmig um das Dorf herum. Die ohne Nutzung gebliebene Bausubstanz von Ställen und Scheunen war 1970 der Anlass einer umfassenden Ortskernsanierung. Viele Wirtschaftsgebäude und Dachböden konnten als Wohnungen umgenutzt werden. Die erfolgreiche Wohnraumverdichtung unter Wahrung der historischen Siedlungsstruktur ist bei der Bewertung der städtebaulichen Sanierung besonders gewürdigt worden. Bis zum Jahr 2022 sind in ungenutzten landwirtschaftlichen Gebäuden zusätzlich etwa 4150 m² Wohnfläche geschaffen worden, was 30 Einfamilienhäusern entspricht. Somit wurden ca. 3 ha Ackerfläche nicht in Bauland umgewandelt worden.

 

Viele Dreiseithöfe, die teilweise noch bewirtschaftet werden, umrahmen den Rodeweg. In einem privaten "Museum im Stall" auf dem Gehöft der Familie Becker, können nach Anmeldung über 950 landwirtschaftliche Geräte aus alter Zeit bewundert werden - und es kommen immer weitere hinzu.

Das Wahrzeichen der Ortschaft ist bereits von weitem zu erkennen
Zum Austausch des Hausbaumes wurde die Mühle in ihre Einzelteile zerlegt
Mühlencafé Foto: Tanja Hirth

Die Klappenflügel-Bockwindmühle wurde 1880 unter Verwendung von Teilen einer abgebrochenen Mühle errichtet. Sie gilt heute als ein schon von weitem sichtbares Wahrzeichen des Ortes. In 2022 wurde die Bockwindmühle saniert - der Hausbaum musste austetauscht werden.

 

Ein paar Meter von der Windmühle entfernt findet man das Abbenroder Mühlencafé. Das moderne, landschaftlich schön gelegene Café im ehemaligen Müllerwohnhaus lädt den interessierten Besucher zum Verweilen ein. Im Obergeschoss befindet sich die liebevoll eingerichtete Heimatstube, in der die Zeit um die Jahrhundertwende erlebt werden kann.

 

Abbenrode bekam 1993 eine Auszeichnung im Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" in Silber und noch einmal 2004 in Bronze und gilt als eines der schönsten Dörfer Deutschlands.

 

Ortsheimatpfleger der Ortschaft Abbenrode (bis Ende 2022)

Günter Lamprecht

Tel: 05306/ 2895

E-Mail:

Kontakt

Gemeinde Cremlingen

Ostdeutsche Straße 22
38162 Cremlingen
Telefon: 05306 / 802-0
Fax: 05306 / 802-199

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag

09:00 - 12:00 Uhr

Donnerstag   14:00 - 18:00 Uhr

Freitag   07:30 - 12:00 Uhr

Mittwoch geschlossen

 

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